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Die Coronapandemie – bitte keine Panik

Das The­ma »Coro­na« pola­ri­siert und spal­tet die Gesell­schaft und eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung scheint öffent­lich auch nach über 20 Mona­ten nicht gewünscht.

Aktu­ell sind die Coro­na-Erkran­kungs­zah­len wie auch die Erkäl­tungs­in­fekt­zah­len in die­ser Jah­res­zeit hoch. Da Inzi­den­zen bzgl. Coro­na­er­kran­kung nicht aus­sa­ge­kräf­tig sind, blei­ben die Zahl der im Kran­ken­haus behan­del­ten Pati­en­ten und dar­un­ter die schwer an Coro­na-Erkrank­ten wich­ti­ge Parameter.
Am 09.12.21 waren bei den Erwach­se­nen lt. Inten­siv­re­gis­ters Divi und RKI in Deutsch­land 22% und in Bay­ern 31,7% der Inten­siv­bet­ten in Kran­ken­häu­sern mit coro­na­po­si­ti­ven oder an Covid-19 erkrank­ten Pati­en­ten belegt. 9,8 % der 3110 Inten­siv­bet­ten in Bay­ern, das sind 317 Bet­ten, ste­hen wei­ter­hin zur Ver­fü­gung. Zudem gibt es eine Intensivbetten-Notfallreserve.
Die Hos­pi­ta­li­sie­rungs­ra­te bei Coro­na beträgt lt. RKI vom 09.12.21 in Deutsch­land 5,75 d.h. 6 coro­na­po­si­ti­ve Pati­en­ten pro 100.000 wer­den inner­halb 7 Tage in ein Kran­ken­haus auf­ge­nom­men. Die­se Rate lag z.B. im Herbst 2020 deut­lich höher.
Zur genaue­ren Beur­tei­lung des aktu­el­len Infekt­ge­sche­hens feh­len wei­te­re vali­de und aktu­el­le Daten und Para­me­ter für eine umfas­sen­de Stra­te­gie und Risi­ko­be­ur­tei­lung. Auch eine Feh­ler­auf­ar­bei­tung und Refle­xi­on der bis­her durch­ge­führ­ten Maß­nah­men fin­det kaum statt.
Lei­der zeigt sich in vie­len Kli­ni­ken das alt­be­kann­te Pro­blem des Per­so­nal­man­gels, das schon vor Coro­na evi­dent war und immer wie­der zu einem Eng­pass in der Betreu­ung von Pati­en­ten führt. Zudem wur­de seit Pan­de­mie­be­ginn aus wirt­schaft­li­chen Grün­den die Zahl der Inten­siv­bet­ten in Deutsch­land redu­ziert trotz mas­si­ver finan­zi­el­ler Coro­na-Unter­stüt­zung, was unver­ständ­lich erscheint und auf ein grö­ße­res Pro­blem in unse­rem Gesund­heits­we­sen deu­tet. Medi­zi­ni­sches Per­so­nal auf Inten­siv­sta­tio­nen und in Not­auf­nah­men ist bekann­ter­wei­se enorm belas­tet und braucht län­ger­fris­tig Ent­las­tung bzw. per­so­nel­le Unter­stüt­zung und eine Auf­wer­tung ihres Berufs­stan­des. Ähn­li­ches gilt für das Pfle­ge­per­so­nal in Alten- und Pflegeheimen.
Da Kin­der und Jugend­li­che, die bei den genann­ten Daten der DIVI nicht erfasst sind, kaum schwer an Coro­na erkran­ken, haben die Kin­der­kli­ni­ken zwar eben­falls ein Per­so­nal- und Bet­ten-, aber kein Coronaproblem.

In Deutsch­land und vor allem in Bay­ern wur­den die Coro­na-Maß­nah­men wei­ter ver­schärft. Obwohl die baye­ri­sche Regie­rung seit Beginn der Pan­de­mie im Lan­des­ver­gleich stärks­te Ein­schrän­kun­gen und strengs­te Maß­nah­men vor­nimmt, zei­gen die­se anschei­nend kei­ne lang­fris­ti­ge posi­ti­ve Wirkung.
Im Gegenteil:
Die Coro­na­kri­se und ihre weit­rei­chen­den nega­ti­ven Fol­gen gesund­heit­lich, gesell­schaft­lich und wirt­schaft­lich sind ernst zu neh­men und wer­den uns alle noch lan­ge beschäftigen.

Men­schen, die schutz­be­dürf­tig sind oder ein erhöh­tes Erkran­kungs­ri­si­ko haben, benö­ti­gen wei­ter­hin und ver­stärkt unse­re Für­sor­ge und Unterstützung.
Gesun­de Men­schen ohne erhöh­tes Erkran­kungs­ri­sko kön­nen eigen­ver­ant­wort­lich und soli­da­risch geeig­ne­te Maß­nah­men zu Gesund­erhal­tung und Gesund­heits­schutz für sich und ande­re durchführen.
Jede Coro­na­er­kan­kung soll ernst genom­men und medi­zi­nisch betreut und behan­delt wer­den. Bis­her war das in mei­nem Umfeld stets der Fall.

Kin­der, Jugend­li­che und älte­re Men­schen lei­den unter Maß­nah­men wie Mas­ken-, Test­pflicht, 2G und sozia­ler Iso­la­ti­on beson­ders. Vie­le ärzt­li­che Kol­le­gen in Pra­xen stel­len wie ich seit Pan­de­mie­be­ginn fest, dass die Anzahl der Coro­na­maß­nah­men-Erkrank­ten ein viel­fa­ches höher ist als die Zahl der Schwer-Coro­na-Erkrank­ten. Psy­chi­sche Erkran­kun­gen v. a. bei jun­gen Men­schen neh­men ein­deu­tig zu. Daher gilt es aktiv zu wer­den und sich ein­zu­set­zen auch für die Men­schen, die unter der Coro­na­kri­se leiden.
Daher bin ich kri­tisch gegen­über der aktu­el­len poli­ti­schen Coro­na-Maß­nah­men, die mit gro­ßem Druck und Vehe­menz vor allem Kin­der belas­ten und alle die Men­schen, die (noch) nicht geimpft sind.

Aktu­ell ist die Imp­fung im Mit­tel­punkt jeder Coro­na-Dis­kus­si­on. Inzwi­schen wird die 2G-Regel (nur Geimpf­te und Gene­se­ne dür­fen am sozia­len Leben teil­neh­men) flä­chen­de­ckend umge­setzt und eine Impf­pflicht für bestimm­te Berufs­grup­pen steht bevor. Die poli­ti­sche und media­le Wer­bung für die Imp­fung als ein­zi­ger Weg aus der Pan­de­mie und der dadurch ent­stan­de­ne gesell­schaft­li­che Druck machen mir gro­ße Sorgen.
Die Neben­wir­kun­gen und noch völ­lig unkla­ren Spät­fol­gen der neu­en gene­ti­schen Impf­stof­fe sind aus mei­ner Sicht ernst zu neh­men­de Risi­ken. Jeder Mensch soll­te die Mög­lich­keit haben, sich aus­führ­lich und neu­tral ärzt­lich bera­ten zu las­sen bzgl. des Risi­kos der Erkran­kung und der Impfung.
Ich bin seit jeher und auch bzgl. Coro­na für eine freie indi­vi­du­el­le Imp­f­ent­schei­dung ohne Zwang und gegen eine Impf­pflicht. Die aktu­el­len G-Regeln als Vor­aus­set­zung zur sozia­len Teil­ha­be hal­te ich für unwirk­sam, dis­kri­mi­nie­rend und nicht gesundheitsfördernd.
Der Blick muß auf die Gesund­erhal­tung und Stär­kung unse­res Immun­sys­tems gerich­tet wer­den und jeder Ein­zel­ne kann dazu viel­fäl­tig für sich und sein Umfeld beitragen.

Eine offe­ne wert­schät­zen­de Dis­kus­si­on über die Coro­na­pan­de­mie, ein regel­mä­ßi­ges kri­ti­schen Hin­ter­fra­gen und Reflek­tie­ren der Maß­nah­men und ein respekt- und ver­ant­wor­tungs­vol­les soli­da­ri­sches Mit­ein­an­der sind wich­tig und not­wen­dig. Dies ver­mis­se ich auf der poli­ti­schen und media­len Büh­ne, die wei­ter­hin mit Angst­sze­na­ri­en spielt und enorm Druck ausübt.

Für wei­te­re aktu­el­le Infor­ma­tio­nen und kri­ti­sche Stel­lung­nah­men zum The­ma Coro­na emp­feh­le ich die Web­sei­ten von Dr. Stef­fen Rabe und Dr. Mar­tin Hir­te, bei­des Kin­der­ärz­te mit lang­jäh­ri­ger Erfah­rung, sowie die Infor­ma­tio­nen von Dr. Fried­rich Pür­ner, ehe­ma­li­ger Gesund­heits­amts­lei­ter, in den sozia­len Medi­en. Die­se Ärz­te äußern sich aus mei­ner Sicht fach­lich fun­diert zu den aktu­el­len Geschehnissen.
Falls Sie etwas lesen möch­ten, emp­feh­le ich die Bei­trä­ge eines inter­dis­zi­pli­nä­ren deutsch-öster­rei­chi­sches Autoren­kol­lek­tivs unter www.coronaaussoehnung.org.

Ich hof­fe, wir fin­den alle gemein­sam einen Weg durch die­se Kri­se und blei­ben im Umgang mensch­lich zuge­wandt, empa­thisch und gesprächsbereit.

Bit­te blei­ben Sie hoff­nungs­voll und gelas­sen, aber auch kritisch.

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