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Keuchhusten, FSME, Masern&Co: Individuelle Impfberatung macht Sinn

Jede Imp­fung ist eine medi­zi­ni­sche Maß­nah­me zur Vor­sor­ge, die wohl­über­legt und indi­vi­du­ell sein soll, frei von poli­ti­schen oder wirt­schaft­li­chen Interessen.
Jeder Impf­stoff ist ein Medi­ka­ment, dass mög­lich sicher und neben­wir­kungs­arm sein sollte.
Die von der STIKO, der stän­di­gen Impf­ko­mis­si­on, emp­foh­le­nen Imp­fun­gen für Kin­der und Erwach­se­ne kön­nen und dür­fen kri­tisch beur­teilt werden:

Die Masern­imp­fung betrifft bei­na­he jedes Kind, da seit 2020 für Kin­der eine Masern­im­mu­ni­tät bzw. statt­ge­hab­te Masernimpfung(en) bei Ein­tritt in Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen gefor­dert werden.
Der euro­pa­weit ein­zi­ge Masern-Ein­zel­impf­stoff „Meas­les live“ ist seit Ende 2023 nicht mehr ver­füg­bar. Somit bleibt unver­ständ­li­cher­wei­se ab sofort nur noch die Wahl eines Drei­fach­impf­stof­fes (Masern-Mumps-Röteln) um eine gefor­der­te Masern­im­mu­ni­tät durch Imp­fung zu erhalten.
Dabei ist es wich­tig zu wis­sen, dass es sich bei allen Masern­impf­stof­fen um Lebend­impf­stof­fe han­delt und in den meis­ten Fäl­len eine ein­ma­li­ge Imp­fung für die Immu­ni­tät aus­reicht. Durch einen Anti­kör­per­be­stim­mung kann der Masern­ti­ter bestimmt wer­den: Neben einer regu­lä­ren Blut­ab­nah­me kann dies auch auch, was vie­len Eltern noch nicht bekannt ist, durch weni­ge Bluts­trop­fen und eine Tro­cken­blut­un­ana­ly­se bestimmt wer­den. Die­ses für Kin­der weni­ger belas­ten­de Ver­fah­ren ist seit die­sem Jahr offi­zi­ell zugelassen.

Auch wei­te­re sog. Stan­dard­imp­fun­gen wie gegen Teta­nus, Diph­te­rie, Polio oder auch Keuch­hus­ten- und Hämo­phi­lus-Imp­fun­gen sowie Menin­go­kok­ken- oder HPV-Imp­fung soll­ten nicht ohne aus­führ­li­che Bera­tung und Auf­klä­rung erfolgen.

In Deutsch­land gibt es kei­ne Ein­zel­impf­stoff gegen Keuch­hus­ten. Alle Impf­stof­fe ent­hal­ten min­des­tens auch eine Kom­po­nen­te gegen Teta­nus und ent­hal­ten Alu­mi­num als Bei­stoff (Adju­vans), das als neu­ro­to­xisch (ner­ven­schä­di­gend) aner­kannt ist. Trotz eines „moder­nen“ azel­lu­lä­ren Imp­stof­fes und einer hohen Impf­quo­te sind die Erkran­kungs­zah­len nicht rückläufig
Die Keuch­hus­ten­er­kran­kung zeigt sich häu­fig, vor allem bei Kin­dern und Jugend­li­chen, asym­pto­ma­tisch und unty­pisch und ist unge­fähr­lich. Jedoch soll­te jede Erkran­kung, die typi­scher­wei­se mit Hus­ten­at­ta­cken über meh­re­re Wochen ver­läuft, ernst genom­men und ärzt­lich betreut wer­den. Eine Auf­klä­rung und Dis­kus­si­on über Nut­zen und Risi­ko der Imp­fung soll­te indi­vi­du­ell erfolgen.
Eine Imp­fung von Schwan­ge­ren, wie von der Sti­ko emp­foh­len, um das Neu­ge­bo­re­ne in den ers­ten Lebens­wo­chen zu schüt­zen, zeigt laut aktu­el­ler evi­denz­ba­sier­ter Lite­ra­tur kei­nen Nut­zen. Die WHO rät sogar davon ab.

Aktu­ell emp­fiehlt die STIKO seit Janu­ar 2024 die Imp­fung gegen Menin­go­kok­ken B für alle Säug­lin­ge ab dem 3. Lebens­mo­nat. Begrün­det wird dies mit einer Model­lie­rung, die von einem Impf­stoff­her­stel­ler gespon­sert ist. Dies wirft Fra­gen auf.
Die­se Imp­fung gegen eine sel­te­ne, aber sehr schwe­re Erkran­kung hat eine gerin­ge Wir­kung und eine kur­ze Wirk­dau­er und ist nicht frei von Risi­ken. Hier soll­ten Eltern aus­führ­lich bera­ten werden.

Zudem wer­den für Erwach­se­ne Zos­ter-, FSME-, Pneu­mo­kok­ken- und Grip­pe- sowie Coro­na-Imp­fun­gen jah­res­zei­ten­ab­hän­gig medi­al inten­siv bewor­ben und nun auch neue RSV-Impf­stof­fe für Kin­der, oft ohne deut­lich auf die Risi­ken und Neben­wir­kun­gen hin­zu­wei­sen und aufzuklären.

Zu for­dern wäre auf natio­na­ler Ebe­ne eine Insti­tu­ti­on, die inter­es­sen­un­ab­hän­gig, trans­pa­rent und ergeb­nis­of­fen sämt­li­che wis­sen­schaft­li­chen und evi­denz­ba­sier­ten Infor­ma­tio­nen zu Impf­stof­fen und Imp­fun­gen zusam­men­trägt und bereit­stellt, um die ärzt­li­che Impf­auf­klä­rung zu unter­stüt­zen und Ver­trau­en und Sicher­heit für die Pati­en­ten zu schaffen.

Ich bie­te mei­nen Pati­en­ten bzw. den Eltern von mir betreu­ten Kin­dern im Rah­men der homöo­pa­thi­schen Ana­mne­se eine aus­führ­li­che indi­vi­du­el­le Impf­be­ra­tung an.

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